In unserem Alltag begleiten uns die unterschiedlichsten Arten von Komplementärwährungen: z.B. Cumulus-Karte, Supercard, Vielflieger-Rabatt, Reka-Checks usw. Mit Komplementär-währungen kann man Produkte und Dienstleistungen erwerben, ohne dass man dafür mit Geld bezahlen muss. Die angeführten Komplementärwährungen sind eng an den Franken gebunden. Es gibt aber auch Komplementärwährungen, die eigenständig sind. Sie dienen in der Regel dazu, im lokalen oder regionalen Rahmen den Wirtschaftskreislauf zu fördern, d.h. den Erwerb von Produkten für die Menschen, die in einer bestimmten Region leben, attraktiv zu machen. Diese Alternativwährungen werden oft auch Regiogeld genannt (vgl. Chiemgauer oder Talent). In der Schweiz gibt es das Wir-Geld, das in den Dreissigerjahren zur Unterstützung des Gewerbes entstand.

Im Gegensatz zur offiziellen Währung, die von vielerlei Kräften und Interessen beeinflusst wird und verschiedene Funktionen erfüllen muss, dient eine Komplementärwährung ausschliesslich dem Erwerb von Produkten und Dienstleistungen. Eine Komplementärwährung ermöglicht somit einer Region, einer Stadt oder einer Gemeinde einen Teil ihrer Wirtschaft autonom zu gestalten.

   

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